Kinderrechte

Tag der gewaltfreien Erziehung am 30. April 

Gewalt hat viele Gesichter – Unser Beitrag zum Tag der gewaltfreien Erziehung 2026

Sprechen wir von Gewalt in der Erziehung, meinen wir häufig, dass ein Kind geschlagen wird. Gewalt gegen Kinder hat jedoch viele Gesichter. Neben körperlicher Misshandlung zählen auch psychische Gewalt, digitale Gewalt, Vernachlässigung und sexualisierte Gewalt dazu.

Körperliche Gewalt

z.B. schlagen, stoßen, grobes Festhalten, schubsen, Dinge werfen, gewaltsame Erziehungsmethoden…

Psychische (seelische) Gewalt

z.B. beschimpfen, demütigen, drohen, ignorieren, einschüchtern, anschreien, überfordern…

Vernachlässigung

z.B. unzureichende Pflege und unangemessene Kleidung, fehlende Nahrung, fehlende Zuwendung…

Sexualisierte Gewalt

z.B. Übergriffe, unangemessene Berührungen, anzügliche Kommentare, Drängen zu Nähe…

Digitale Gewalt

Mobbing und Bedrohungen über soziale Medien, Chats oder Spieleplattformen; Fotos ohne Erlaubnis zu teilen, Hatespeech, Deepfakes (KI-generierte Fake-Bilder/Videos)…

Obwohl Kinder ein Recht auf gewaltfreie Erziehung haben, sieht der Alltag in vielen Familien für Heranwachsende auch heute noch anders aus. Dabei ist es egal, welche Form von Gewalt sie erleben. Gewalt ist immer ernst, immer verletzend und niemals akzeptabel, denn Gewalterfahrungen beeinträchtigen die Gesundheit und Entwicklung von Kindern stark.

Am 30. April ist Tag der gewaltfreien Erziehung. Ein Tag, der darauf aufmerksam machen soll, dass Gewalt oft leise beginnt und es daher so wichtig ist, hinzuschauen und Betroffenen Unterstützung zu geben.

Kinder und Jugendliche haben ein Recht auf ein Leben ohne Gewalt. Immer und überall!